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Einführung

Einen wesentlichen Beitrag zur deutschsprachigen Kultur leistet seit ihren Anfängen die Bühne am Goetheanum in Dornach: Sitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und ihrer Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und eines der markantesten Bauwerke und Kulturstätten in der Schweiz, in der Region des Dreiländerecks sowie in ganz Europa.

"Faust", das zeitlose Theaterwerk von Johann Wolfgang von Goethe gehört bis heute zum Repertoire der Goetheanum-Bühne. Im Jahr 1937 reiste das Ensemble mit "Faust I" als offiziellem Beitrag der Schweiz zur 19. Weltausstellung nach Paris. Seitdem dieser Klassiker der Weltliteratur in Dornach erstmals 1938 in beiden Teilen aufgeführt wurde, kommt er in periodischen Abständen ungekürzt auf die Bühne. Die letzten "Faust"-Sommerfestspiele fanden im Jahre 1999, dem 250. Geburtstag des Dichters statt. Sechs Gesamtaufführungen zogen 6 000 Menschen aus aller Welt nach Dornach.

Projekt

Das Angebot
"Faust am Goetheanum" 2004 steht für ein Bühnen-Grossprojekt, das zahlreiche Gesamtaufführungen umfasst: 24 Stunden Theater, verteilt über alternativ drei oder fünf Tage. Sie werden sich über einen Zeitraum von April bis Frühherbst 2004 erstrecken. Darüber hinaus werden die beiden Teile des Dramas - Faust I und Faust II - gesondert angeboten, sowie spezielle anlassbezogene Kulturaktivitäten. In das disziplinübergreifende und themenbezogene Rahmenprogramm werden interne und externe Fachleute eingebunden sein.

Das Publikum
Zu den potentiellen Besuchern gehören Theater- und Kulturinteressierte in der Region und im deutschsprachigen Raum (Schweiz, Deutschland, Österreich). Sie werden auch über Theater-, Kultur- und Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise Theatergesellschaften, Goethe-Gesellschaften, Museen und Volkshochschulen erreicht. Angesprochen werden auch - über ihre jeweiligen Deutschlehrer - Schüler der oberen Klassen von weiterführenden Schulen: schweizerischen Oberschulen und Kantonsschulen, deutschen Gymnasien, Gesamt- und Realschulen, Rudolf-Steiner- und Waldorf-Schulen.

Repräsentanten von touristischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum sowie der Schweizerischen und die Deutschen Bundesbahn (SBB und DB) übernehmen eine wichtige Multiplikatorfunktion.

Zu den Multiplikatoren des Projekts gehören auch die Mitglieder des Patronatskomitees, die Kulturbeauftragten der Schweizerischen Kantone und Kooperationspartner ebenso sowie Sponsoren, darunter Repräsentanten von Stiftungen und Unternehmen, weiterhin private Spender. Durch den Verkauf von sogenannten "Gönner-" und "Fördererplätzen" wird neben dem Preis für einen Sitzplatz in den beiden besten Kategorien eine zweckgebundene Spende für die "Faust"-Inszenierung erworben (CHF 1 300/EUR 867 pro Gönnerplatz, CHF 400/EUR 267 pro Fördererplatz). Nahezu 500 Theaterbesucher haben sich bereits einen derartigen Sitzplatz für das Jahr 2004 reservieren lassen.

Nicht zuletzt spielen die Medienvertreter der schweizerischen und deutschen Theater-Fachpresse, von Veranstaltungskalendern und -magazinen, regionalen und überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, des regionalen Rundfunks, von Kundenzeitschriften wie die den "Weleda Nachrichten" und der Wochenschrift "Das Goetheanum" eine zentrale Rolle bei der Kommunikation des Projekts.

Insgesamt über 25 000 Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft im deutschsprachigen Raum werden über ihr Mitteilungsorgan über das Projekt auf dem Laufenden gehalten und zum Besuch eines Theaterbesuchs aufgerufen.

Die Mitarbeiter am Goetheanum, der Vorstand, die Sektionsleiter der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum und natürlich auch die Mitwirkenden selbst sorgen für die Bekanntmachung des "Faust"-Projekts 2004.

Prinzip "Etappierung" - die Projektorganisation
Um den Verlauf des "Faust"-Projekts 2004 mit den dazugehörigen Verbindlichkeiten übersichtlicher zu gestalten, wurde es in mehrere Phasen eingeteilt. Dieses Vorgehen ermöglicht nachträgliche Korrekturen und Anpassungen in terminlicher und künstlerischer Hinsicht:

Die Planungsphase erstreckte sich von Juni bis September 2002, die Vorbereitungsphase von Oktober 2002 bis März 2003. Seit April 2003 befindet sich das Projekt in der Aufbauphase, diese ist März 2004 angelegt. Die Aufführungsphase wird von April bis Herbst 2004 andauern. Im Herbst 2004 wird sich die Evaluation anschliessen.